Charlotte Miles, 2002 in Melbourne geboren, zählt zu den vielversprechendsten Cellistinnen. Mit ihrer «ausgeprägten musikalischen Intelligenz, souveränen Technik und honigsüssen Klangfarbe» (Sydney Morning Herald) wurde sie mit über 100 australischen und internationalen Wettbewerbspreisen ausgezeichnet. Beim 73. ARD-Musikwettbewerb 2024 erhielt sie den Sonderpreis der Mozart-Gesellschaft München. Als Solistin konzertierte sie unter anderem mit dem Münchener Kammerorchester, der Kremerata Baltica, dem Australian Chamber Orchestra Collective sowie verschiedenen australischen Sinfonieorchestern.
Als erste australische Studentin an der Kronberg Academy studiert sie im Professional Studies Program bei Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt, nachdem sie ihren Master an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar mit Bestnote abgeschlossen hatte. 2025 wurde sie sowohl mit dem Altkönigstift-Förderpreis der Kronberg Academy als auch mit dem Professional Development Award des Melbourne Prize for Music ausgezeichnet. Für die Saison 2025/26 gehört sie zu den Stipendiatinnen der Fondation Gautier Capuçon und geht mit dem Ensemble Capucelli auf Tournee.
Als begeisterte Kammermusikerin gastierte Charlotte Miles unter anderem beim Kammermusikfestival Landshut, beim Oxford May Music Festival, beim Stamford International Music Festival sowie bei den Rencontres Musicales de Haute-Provence und der Cello Biënnale Amsterdam. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen Timothy Ridout, Ilya Gringolts, Jean-Guihen Queyras, Stefan Dohr, Richard Galliano und Charles Owen. Sie ist regelmässig Gast des Australian Chamber Orchestra, des Australian String Quartet, des Mahler Chamber Orchestra, des hr-Sinfonieorchesters und der Berliner Philharmoniker.
Charlotte Miles spielt ein Violoncello von Joseph Hill (um 1780), eine grosszügige Leihgabe aus einer australischen Privatsammlung.